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Herren I, Finale Heimrunde

Der Tag war gekommen – für die Herren I von Lohn eine Art Aufstiegsspiel mit Heim- und Punktevorteil. Die Halle war um Punkt 9 Uhr morgens ordentlich gefüllt, die Bühne voll mit Anhängern aus den eigenen Reihen. Die Damen hatten ihre Kreativität im Vorfeld an Plakaten ausgelebt, die während den Spielen die Halle zierten.

 

UHU Bern

Nun stand sie also bevor, die zweite Direktbegegnung mit dem direkten Verfolger UHU Bern. Das Spiel begann furios, ein Lattenknaller der Lohner in den ersten 30 Sekunden liess den Kasten erzittern und das Publikum in Raunen versetzen. Die Lohner waren auch sonst ziemlich konsequent, vor allem in der Verteidung. UHU fand lange kein Mittel, Lohn vergab indes die Chancen, die sich vorne boten. Die Lohner Führung wurde durch den ersten, gefühlten Torschuss von UHU jedoch wieder egalisiert. Lohn blieb weiter die eher spielbestimmende Mannschaft und brachten sich erneut in Führung. Eine Strafe bescherte den Bernern eine zweiminütige Überzahl. Mehr als genug, nach weniger als zwanzig Sekunden hing der Ball, nach einem sauberen Pass, erneut in den Maschen. Lohn konnte aber vor der Pause nochmal vorlegen und so mit einer dünnen 3:2 Führung in die Halbzeit gehen.

Halbe Miete?

Nach der Pause ging das Spiel erstmal im ähnlichen Stil weiter. Es wurde um jeden Ball gekämpft und das Heimteam konnte die Führung auf 4:2 ausbauen. Aber zwei Tore Vorsprung können in unserem Sport leider noch nicht als komfortable Führung angesehen werden. Die Lokalmatadoren waren auch nach erreichen dieser Führung deutlich im Vorwärtsgang und versuchten weiter zu scoren. Immer öfter kam dem Torhüter der Berner aber auch sein Kasten zu Hilfe – die Metalltreffer liessen sich nicht mehr an einer Hand abzählen. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient und hätte deutlicher ausfallen müssen. Nun wurde Lohn aber etwas nachlässig und UHU stellten ihrerseits ihr Spiel etwas um. Dies spiegelte sich in Form von gefährlichen Querpässen vor dem Tor wieder. Diese fanden prompt Abnehmer und jeder Block wurde mindestens einmal so toupiert. Das Spiel begann zu kippen, die Lohner plötzlich ausgehebelt und sich in Rückstand sehend. 4:6 stand es in der Zwischenzeit. Lohn nun im Begriff Druck auf den Gegner auszuüben, rannten dem Rückstand hinterher, während die Minuten immer schneller verstrichen. Und UHU konnte diese vermehrte Offensive direkt ausnützen, während die Lohner weiterhin nur die gegnerischen Torumrandung markierten. Beim Stand von 4:8 wurde dann der Torhüter rausgenommen, da war den Lohnern das Spiel aber längst entglitten. Am Ende reichte es lediglich noch für etwas Resultatkosmetik, wonach das Spiel mit 5:8 endete.

Achilles' Vermächtnis

Das Resultat war ernüchternd. Zu einfach wurde es den Bernern nach der Pause gemacht. Die unzähligen Pfosten und Lattenschüsse hatten ebenfalls reichlich Gewicht. Und scheinbar hatte UHU die Achillesferse der Lohner gefunden. An nicht weniger als fünf Toren nach Querpässen, ist die Heimmannschaft letztlich zerbrochen. Die erste Niederlage der Saison, vor heimischem Publikum – hart.

UHU gewann dann auch das Spiel gegen Burgdorf, nach etwas Startschwierigkeiten, dann doch deutlich und sie führten die Blitztabelle nun mit einem Punkt an.

Zeit um nachzudenken

Die Stimmung unter den Protagonisten war gemischt. Eine grosse Portion Gewissheit, dass man es selber schaffen kann, aber auch eine Prise Nervosität, dass immer etwas schief gehen kann. Der TV Heimiswil war in der Vergangenheit ein ernstzunehmender Kontrahent, Geschenke waren kaum zu erwarten.

 

TV Heimiswil

Der TV Heimiswil wollte uns also die Suppe versalzen. Lohn liess sich in der ersten Phase des Spiels allerdings nicht beeindrucken. Und einer ganz besonders nicht. Nachdem es Marco von Burg gegen UHU vielleicht nicht ganz wunschgemäss lief, war das Visier nun eingestellt. Da Lohn im zweiten Spiel mit einem Mann weniger agieren musste, wurde Marco in den Blöcken 1 + 3 mit viel „Eiszeit“ gesegnet. Anstatt Ermüdung machte sich bei ihm eher eine Art Blutrausch breit. Die Tore 1-5 gingen im Abschluss komplett auf sein Konto. In dieser Phase musste Lohn nur ein Gegentreffer, nach Powerplay, zulassen und spielte insgesamt gut nach vorne, kreierte viele Chancen. Eine Strafe wurde sogar in einer Rekordzeit von 0.024 Sekunden in ein Tor umgemünzt. 5:1 die Führung zur Pause. Heimiswil wirkte konsterniert. Wars das schon?

Jeux de fêtes de Chateau, oder so?

In der zweiten Hälfte konnte Heimiswil den ersten Treffer erzielen. Kaiser Sven verwässerte Von Burg’s Dominanz im Lohner Team und stellte den Vier-Tore-Abstand auf 6:2 wieder her. Nun wurden die Lohner etwas fahrig, als ob hier nichts mehr schief gehen könnte. Stumpf wurde die Offensive gesucht, um dort vermeintlich alles klar zu machen. Heimiswil nahm die Einladung an, markierten stattdessen ihrerseits zwei Tore zum 6:4 und erstarkte zunehmend. Nach der Konsternation in der ersten Hälfte, bot sich den Gästen nun die Chance, das Spiel zu drehen. Die Gangart wurde härter und führten zu allem Verdruss auch noch zu einer weiteren Unterzahl für Lohn. Doch der verschuldete Penalty wurde vom Rückkehrer Linder in Extremis pariert und die anschliessende Unterzahl schadlos überstanden. Und doch, Lohn war nervös, in der Halle wurde es lauter und unruhiger. Das Spiel schritt dem Ende entgegen, aber noch waren über 5 Minuten auf der Uhr. Lohn hielt nun zunehmend den Ball und liess die Gäste anrennen. Das ging sehr oft gut. Trotzdem wurden in dieser Phase noch Abschlüsse gesucht, was Heimiswil den Ball wieder in die eigenen Reihen brachte. Doch die Gastgeber konnten die Offensive des TV’s brechen und die letzten Minuten verstrichen unter Kampf und Krampf, aber ohne weitere Tore.

Jubel bei den Spielern und den Zuschauern, Konfettikanonen wurden gezündet. Der Aufstieg in die 3. Liga war Tatsache, wenn auch etwas zittrig zum Ende hin. Anschliessen fand draussen bei schönstem Frühlingswetter die Pokalübergabe und die obligate Bierdusche für den Coach statt. Mit ausgelassener Stimmung wurde der Erfolg gefeiert und beim anschliessend Fussmarsch zum Road Stop zelebriert. Der Anhang empfing die Champions gebührend. Mit Stiefel-Bier und Burger wurde der Tag bereits am Nachmittag abgerundet.

Mission erfüllt!

Die erste Mannschaft bedankt sich noch einmal in aller Form bei unseren Supportern, den Sponsoren, dem ganzen Verein, dem Coach und nicht zuletzt unseren besseren Hälften. Merci vüu mou. Nächstes Jahr DRITTE LIGA!

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