Willkommen bei Unihockey Lohn

Herren I, 4. Runde Biberist

Was für ein netter Zufall. Derbys zwischen Lohn und Biberist hatten in der Vergangenheit in Basel o.Ä. stattgefunden, was immer etwas befremdend wirkte. Diese Saison finden beide Begegnungen auf heimischem Boden statt. Das gefällt! Denn mit Biberist gibt es immer tolle Fights - diese Saison nun vor heimischen Kulissen.


Biberist Aktiv

Die Nachbarn setzten mit dem Sieg gegen Burgdorf (3.) schon mal ein deutliches Zeichen. Es waren sogleich auch die ersten zwei Punkte für Biberist. Die Lohner waren also gewarnt: das Papier log dreist und ohne rot zu werden.

Die Lohner konnten das Spielgeschehen aber gut kontrollieren und sich gleich zu Beginn wichtige Tore gutschreiben lassen. Biberist fehlte in dieser Phase etwas die Genauigkeit im Abschluss. Was den Weg zum Tor fand, wurde vom überragenden Schlussmann geklärt. Mit dem Unparteiischen war heute nicht gut Kirschen essen, die Strafen sassen locker. Dabei waren die Lohner öfter in der Kühlbox, aus den Powerplays konnte aber trotzdem mehr Profit geschlagen werden. Mit 4:1 ging es zum Pausen-Tee, das Score befriedigte die Gäste soweit.

Die zweite Halbzeit brachte wenige Neuerungen. Lohn überzeugte weiterhin, das Score verschob sich nach 10 Minuten zu einem 5:2, alles im grünen Bereich. Augenscheinlich war, das Biberist eigentlich schon das ganze Spiel über den Ball kontrollierte. Die Lohner suchten immer sehr früh den Abschluss, um sich dann in der Defensive wiederzufinden. Das war zwar bis dato erfolgreich, aber irgendwie ungesund. Lohn wollte in der Folge mehr Ballbesitz beanspruchen. Das gelang nur bedingt. Vielmehr war es so, dass die Lohner zu bröckeln begannen, just in der Phase, in der Biberist beschloss, den Torhüter für einen vierten Feldspieler einzusetzen. Und Lohn wurde erwischt, aber nicht nur das. Im Eifer des Gefechts spendierte man freundlicherweise noch eine Überzahl, wegen zuvielen Spielern auf dem Feld - klever. Die Kontrahenten kamen so nochmals bis auf ein Tor heran. Dann war das "Vier-gegen-drei-Glück" von Biberist dann doch etwas überstrapaziert und Lohn konnte in der Folge zwei Empty-Netter buchen. Diese Tore beendeten das spannende Spiel, mit dem besseren Ende für Lohn, 7:4.


Hornets R.Moosseedorf Worblental III

Der Sieg gegen Biberist tat gut. Im bevorstehenden Spiel gegen die Hornets wollte man mehr Ballkontrolle halten um das Spiel besser im Griff halten zu können. Zudem waren die Hornets keine Unbekannten. Und trotzdem waren die Einheimischen vom Gegner überrascht. Die Spielweise unterscheidet sich krass von den anderen Teams in der Liga und war schwer zu kontrollieren. Es fielen lauter kuriose, unglückliche Tore. In unserem schönen Sport ja nicht ungewöhnlich. Aber Lohn fand seinerseits die Maschen der Gegner nicht. Man hatte zwar den Ball, das Tempo war dafür aber unterdurchschnittlich. Mit einem krassen 0:3 wurde man bis zur Pause abgespeist.

Nun gut, vier Tore sind schnell geschossen, das haben wir schon für und gegen uns festgestellt. Panik wäre fehl am Platz gewesen. Aber die Offensive musste jetzt klicken. Tat sie nicht. Fünf weitere Minuten verstrichen ungenutzt, bis die Hornissen ein weiteres Tor notierten - ein Schuss der vorher gefühlt unter jedem Spieler auf dem Platz einmal untendurchgekullert ist. Aber wir wählen ja schliesslich nicht das schönste Tor des Jahres, Rosen gibt es auch keine, üblicherweise nimmt man dann halt die Summe aller Tore pro Team, ungeachtet der Schönheit und Finesse.

Jetzt war das Feuer aber entfacht, man hatte lange zugeschaut, nun war genug. Lohn setzte Moosseedorf ab sofort unter massiven Druck. Das fruchtete sofort, die Hornets mussten den Ball oft abgeben, Aufenthalt in der Lohner Hälfte wurde selten. Und dann fiel, tief in der zweiten Hälfte, auch das erste Tor für die Lohner - kein schönes Tor zwar, aber es passte zum Spiel. Lohn hatte den Reserve-Tank nun komplett aktiviert, die Hornets mit Mühe sich aus der Umklammerung zu lösen. Unter diesem Druck gelang sogar Treffer 2, 3 und 4. Wer hätte das gedacht, innerhalb von weniger als 10 Minuten waren die Lohner wieder Back-In-Business. Und es sollte noch besser kommen. Die Hornets, mit dem Ausgleich reichlich frustriert, mussten nun wieder Spielanteile gewinnen, um das Spiel kurz vor dem Schluss nicht noch komplett aus den Händen zu geben. Nach einem hart geführten Duell an der Bande, musste dieser Frust raus. Der Schiedsrichter fand daran keinerlei Gefallen und gab dem Gefoulten zwei Minuten Zeit, um sich nach der verbalen Entgleisung abzukühlen. Lohn traf früh in der Überzahl und führte dann tatsächlich mit 5:4, rund zwei Minuten vor Schluss.

Lohn konnte danach viele Sekunden für sich verstreichen lassen, der Ball kam aber trotzdem nochmal in die Reihen der Hornets. Mit einem vierten Feldspieler sollte der Schaden der zweiten Hälfte eingedämmt werden. Und tatsächlich: das Tor fiel. Wieder ziemlich glücklich, da eigentlich schon abgewehrt. 13 Sekunden noch auf der Uhr. Ein Angriff, ein Schuss - knapp vorbei. Dabei blieb es, 5:5 - ein Punkt.

 

Fazit

Was für ein Sonntag. Nervenkitzel gegen Biberist und Aufholjagd mit 50% Happy-End gegen Moosseedorf. Etwas weniger Spannung wäre sicher besser fürs Herz, man kann es sich halt manchmal nicht aussuchen.

Jetzt fehlt noch Schatrine Bellach in der Hinrunde, danach werden vergangen Begegnungen aufgefrischt. Lohn behauptet sich mit zwei Punkten Rückstand auf Schatrine auf dem sehr guten zweiten Tabellenplatz. Nach hinten gibt es zwei Punkte Pölsterchen, wo sich im übrigen direkt die Hornets eingenistet haben.

Die Mannschaft bedankt sich herzlich für die Unterstützung von den Rängen und entschuldigt sich für die nervlichen Strapazen ;)

Weiter geht's am So 18. Dezember 12:30 in Herzogenbuchsee.

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