Willkommen bei Unihockey Lohn

Herren I, 9. Runde Lohn-Ammannsegg

Saisonende! Noch zwei Spiele durften an diesem Sonntag bestritten werden, dann gibt’s nach einer anstrengenden Saison die verdiente, längere Pause.

 

Nur standen noch zwei schwierige Gegner vor den Toren der Arena zu und bei Lohn. Biberist, auf dem Papier weit abgeschlagen, die Zeichen stehen schon länger auf Abstieg. Und Moosseedorf, als uns im Hinspiel eine veritable Aufholjagd gelungen ist.

 

Biberist Aktiv

Gegen Biberist startete das Spiel weitgehendst erfreulich. Lohn konnte in der Startphase vorlegen, Biberist blieb jeweils dran. Als Biberist gedanklich schon halb in der Pause war, gelang dem Heimteam ein Tor in den letzten Sekunden zum 5:2 Pausenstand. Eine ordentliche Führung, so sah es zu diesem Zeitpunkt zumindest aus.

Die zweite Hälfte war umkämpfter und lange gelang keinem Team ein Treffer, bis Biberist das Score wieder eröffnete. Die Spielzeit neigte sich langsam dem Ende zu, als Biberist die letzten Kräfte mobilisierte und den Torhüter für einen weiteren Feldspieler zog. Die Lohner verpassten es darauf mehrere Male, das leere Tor zu treffen. Das war in dieser Saison wohl eines der augenscheinlichsten Missstände. Als dann Biberist auch noch den Anschluss zum 5:4 klar machte, wurde es nochmals richtig heiss. Nur kurz lief das Spiel mit normaler Besetzung weiter, bis der Unparteiische ein Bodenspiel von P. Breu ausgemacht haben wollte. Biberist entschied sich dazu, die Überzahl mit 4 Feldspielern zu bestreiten. Der Ball lief zwar höchstens mittelmässig, aber es gab zumindest genug Platz für die Unterschichter und R. Kopp, der den Ball kurzum im oberen rechten Eck versenkte. Unentschieden 5:5.

Noch war aber Zeit auf der Uhr und die Hausherren wollten sich das "eigentlich" nicht gefallen lassen. Biberist kassierte dann 45 Sekunden vor Ende auch noch eine Strafe aus der Sparte "diskutierbar". Doch da schaute dann nichts mehr Brauchbares raus. 5:5 Endstand unter Nachbarn. Wir gönnen Biberist den Punkt, obwohl wir damit in der Tabelle mehr hätten anfangen können. Dazu gleich mehr.


Hornets R.Moosseedorf Worblental III

Gegen Moosseedorf war in der Hinrunde reichlich Feuer drin. Sicherlich war das aufgeholte 1:6 aus dem Hinspiel eine Genugtuung, aber da war doch mehr drinn?

Die Lohner gingen also entschlossen zur Sache, schliesslich kannte man den Gegner jetzt. In der ersten Hälfte wurden Defensiv praktisch alle Abschlussversuche konsequent geblockt. Und Offensiv fiel immer mal wieder einer rein. In Überzahl durfte man auch nochmal ran, das Überzeugte ebenfalls wie nie. Derweil gingen beim Gegner langsam die Emotionen hoch. Diesmal führten die Lohner zur Pause mit 5:0! Baaaaaammm!

Die Gastgeber aber waren gewarnt. Danke Biberist. Lohn machte also fast so konsequent weiter, wie es in der ersten Hälfte aufgehört hatte. Nach dem raschen Führungsausbau auf 6:0, gelang den Hornets das erste Tor. Darauf passierte längere Zeit nicht viel. Die Hornets wurden zusehends aggressiver. Das Ganze gipfelte rund 10 Minuten vor dem Ende, als unser eingesetzter Junior Dennis, gleich zwei Attacken auf sein Gesicht einstecken musste. Da war die 5-Minuten Strafe untere Grenze, das roch nach Tätlichkeit.

Aber da war sie, die 5 minütige Überzahl. Das Überzahl-Spiel brachte nach rund einer Minuten ein erstes Tor hervor, 7:1 für die Lohner. Dann geschah etwas, was wohl die wenigsten Spieler und Zuschauer je gesehen hatten. Moosseedorf hatte in Unterzahl den Ball und zog den Torhüter, behielten den Ball hinter dem eigenen Tor. Lohn musste nicht, weil 6 Tore Führung und Moossedorf wollte nicht. So standen sich die beiden Teams rund eine Minute gegenüber ohne dass jemand sich gross bewegt hätte. Zuschauer dachten, das Spiel wäre unterbrochen.


Lohn entschied sich dann, vor allem weil es ein Heimspiel war dazu, Druck auf die Hornets auszuüben. Die Hornets hingegen haben geschickt agiert und hätten diese Vorstösse eigentlich bestrafen sollen. Sie brachten in dieser Phase aber kaum ein Ball aufs Tor. Und Lohn? War in dieser Phase eigentlich immer ein Mann mehr auf dem Spielfeld. Der Ball wollte wieder nicht ins leere Tor. Man muss aber sagen, dass die Hornets wirklich sehr gut agierten. Dann war die Strafe irgenwann abgelaufen und nur noch 4 Minuten auf der Uhr. Die Hornets nun mit einem vierten Feldspieler, versuchten noch das Möglichste möglich zu machen.

Allerdings waren auch da die Abschlüsse zu ungenau oder unser Schlussmann zu souverän. Nur drei Sekunden vor Schluss krönte Tim Hodel seine Uniockeykarriere mit einem Empty-Netter und beendete diese sogleich. Lohn geht mit einem 8:1 Sieg gegen den Tabellenzweiten in die Cup-Post-Season.


Fazit

Wir blicken auf eine sehr interessante, spannende, knappe und, unter dem Strich, erfolgreiche Saison zurück. Vor allem in der zweiten Saison-Hälfte schlich sich etwas der Schlendrian ein, nachdem man als Aufsteiger mit den Abstiegsplätzen früh nichts mehr am Hut hatte. Denn die Saison hatte unglaublich stark begonnen. Längere Zeit durfte man sogar vom zweiten Tabellenplatz grüssen. Mit dem Unentschieden gegen Biberist hatte man nun den dritten Platz den Hornets überlassen. Aber der vierte Platz ist gut, ja sehr gut und mit nur einem Punkt Rückstand auf Platz 2.

 

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