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Spielbericht Herren II: 2. Runde Lyss

Wir schreiben den 22. Oktober 2017. Die 2. Runde der 2. Herren Mannschaft von Unihockey Lohn stand auf dem Programm. Zu früher Stunde um 09:00 Uhr war bereits das Rundeneröffnungsspiel gegen Schatrine Bellach II auf dem Plan und später ein Wiedersehen mit dem anderssprechenden Team aus Ajoie. Da das Netz mit monotonen und akribisch genauen Torabläufen überhäuft ist, versuchen wir in diesem Spielbericht mal etwas frischen Wind in das Ganze zu bringen. Vielleicht nicht bei der Berichterstattung des ersten Match, aber wohl beim Zweiten.

1. Spiel: Die Standortbestimmung

Der erste Gegenüber war ein Unbekannter. Zwar hatte man in der Vergangenheit schon erlebnisreiche Spiele und Saisons gegen die weissen Pferde von Bellach und ihre grünen Wiesen bestritten, doch Schatrine Bellach II war weitgehend neu. Lediglich die Gerüchteküche sprach von erfahrenen Spielern, welche sich auch schon in stärkeren Ligen bewiesen hatten. Nichts desto trotz nahmen sich die Lohner pünktlich um 09:00 Uhr der Herausforderung an. Dies mit zufriedenstellender Leistung nach 20 Minuten. Stand 1:2 aus Lohner Sicht. Nichts gewonnen aber noch lange nichts verloren. Zufriedenstellend für die Lohner Boys, hatte man sich doch keine groben Fehler geleistet und nach Vorne das Beste aus seinen Chancen gemacht.

So ging man optimistisch in die nächste Hälfte. Zu optimistisch? 1:3, 1:4, 1:5... Timeout Lohn. Jeder Fehler, jede Unachtsamkeit, jede Nachlässigkeit wurde von Schatrine gnadenlos bestraft. Der Unterbruch sollte neue Wege schaffen, der drohenden Niederlage Einhalt gewähren zu können. Trotz viertem Feldspieler leider erfolglos. 6:1, 7:1, 8:1, Schluss. Ausführlicher zu werden wäre angesichts des folgenden Spiels reine Leseverschwendung. Fazit: Spielerisch, technisch und läuferisch ist Unihockey Lohn II sicher eine Mannschaft unter den Top Teams in der 4. Gruppe der 5. Liga. Doch mit 6 Feldspielern (davon ein als Verteidiger reaktivierter Torhüter) war diesmal nicht mehr rauszuholen.

2. Spiel: Eine kleine Geschichte aus der Sicht eines Trainers

Coach K biss sich auf die Unterlippe. Mit zusammengekniffenen Augen blickte er über die Bande auf das Spielfeld, seinen Stock mit beiden Händen fest umklammert. Der schallende Schrei des Torerfolgs verhallte noch in diesen Sekunden. Soeben hatte die Mannschaft aus Ajoie das 7:7 erzielt. Mit weniger als noch einer Minute auf der Spieluhr. Und dies trotz seiner ausgegebenen Devise von Ball-halten und Spiel-beruhigen. Es war eine umkämpfte Begegnung bis anhin. Doch nun schienen die 2 erhofften Punkte für einen Sieg im Getümmel des Spiels untergegangen zu sein. Leicht desillusioniert setzte K sich wieder auf die Spielerbank, seinen Blick auf seine Hallenschuhe gerichtet. Da erhaschten seine Ohren auf einmal nochmals ein Pfiff! Sein Blick wandte sich wieder auf das Geschehen auf dem Feld. Strafe angezeigt! Nochmals die Chance in Überzahl, nach dem sich die ganze Ajoier Mannschaft einer fast schon einstudierten Choreo lautstark über einen Entscheid des Unparteiischen wehrte. Auch wer nicht der französischen Sprache mächtig war, verstand einen gewissen Unmut und einige unzierliche Worte in diesem Protest. Dies entging auch dem Schiedsrichter nicht und so erhob er Zeige- und Mittelfinger zum Anzeigen einer Teamstrafe. Ob diese der unsympathischen Choreo, oder den „wüsten“ Worten galt ist unklar. Nun sah K doch noch das Momentum auf der Seite seines Teams: „Noch einmal stürmt, noch einmal, liebe Freunde!“ Und so sah der Coach seine Spieler nochmals zum Bully antreten mit neuem Mut und dem wiederentflammten Glauben an einen Sieg in den Augen. Pfiff, das Aufeinandertreffen von Schlägern, das Quietschen von Schuhsohlen auf dem Boden, das Zischen eines Balls mit hoher Geschwindigkeit... Tor! 8:7. Wohl verdient. In letzter Sekunde!

So ging auch die zweite Spielrunde für die 2. Mannschaft zu Ende. Wieder 2 Punkte. Macht dann insgesamt 4. Arbeitstag beendet. Bereits jetzt mit Vorfreude auf die kommende Heimrunde am 5. November 2017 in Lohn.

Der Schreiberling hofft mit dieser „etwas besonderen Art“ der Berichterstattung im zweiten Teil wieder etwas Wind in die Segel der Leser gebracht zu haben. Hand zum Grusse und in diesem Sinne: L.A. Go!

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