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Spielbericht Herren II: 3. Runde Lohn

Von alten Jungschafen, mittelalterlichen Gebräuchen und Einstein auf dem heissen Ofen

Remember, remember the 5th of November... Es war soweit: Heimspiel! Die Halle gut besucht, die beiden Spiele zu einer mehr als humanen Zeit am Nachmittag und keine mit Alkohol lockenden Veranstaltungen am Vorabend. Gute Voraussetzungen für die Runde unter heimischem Hallendach.

Das schweigen der Lämmer, Teil 2

Der erste Kontrahent des Tages waren die Lämmer aus Lommiswil. Trotz einer neuen zweiten Mannschaft, traf man unter den juvenilen Schafen doch auf einige bekannte Gesichter. Man konnte sich bereits vorstellen wie diese Partie geführt werden würde: Körperlich betont auf einer Seite, läuferisch überlegen auf der Anderen. Und so war es dann auch. Die erste Hälfte erwies sich als sehr ausgeglichen und beide Seiten kamen zu ihren Toren. Die Lommiswiler in Violett erwiesen sich als relativ stark in den Standardsituationen. Die Wasserämtler bestachen durch gutes Zusammenspiel. So vergingen die ersten 20 Minuten und ein gerechtes 3:3 lud zum Pausentee.

In der zweiten Hälfte wurde die Gangart deutlich härter. Lohn in Führung. Lommiswil unter Druck und mit dem Druck kamen die Strafen, welche die Heimmannschaft im Powerplay eiskalt auszunutzen wusste. Die Unihockeygötter auf Seite der Lohner wissend, kam es zu einigen unschönen Szenen. So schien ein Lamm mit einem beherzten Stockschwung den auf der Bank sitzenden Ersatztorwart in mittelalterlicher Manier seines Hauptes entledigen zu wollen. Was ihm zum Wohle des Berichterstatters zum Glück nicht gelang. In einer anderen Szene kurz vor Schluss konnte der im Einsatz kniende Lohner Goalie nur mit einem beherzten Griff zur gegnerischen Stockkelle alle seine 10 Finger retten. Nun ja, es war das erwartete emotionale und hart umkämpfte Spiel, welches mit 8:5 zu Gunsten der Blauen entschieden werden konnte. Wir danken Lommiswil für die Spannung und das trotz allen Umständen verletzungsfreie Spiel auf beiden Seiten.

Die Zeit ist ein mieser Verräter

Im zweiten Spiel traf das Heimteam zum ersten Mal auf Bern-West. Die Männer in Schwarz-Gelb reisten mit 5 Feldspielern und 1 Torhüter nach Lohn. Sicherlich auch in der 5. Liga nicht die beste Voraussetzung für einen Sieg. Vermutlich entschied sich der Rest des Teams für das zweite Sport Highlight dieses Tages: FC Basel gegen YB. Denn „Boys in Blue“ konnte es egal sein. Nun war man heiss auf 4 Punkte.

Die Partie startete in der Hand der Lohner. Und ja, dort blieb Sie dann auch für eine Weile. Bis zur 12. Spielminute stand es 7:0 für das Heimteam, als ein beherzter Schuss der Berner seinen Weg zwischen Maske und Handschuh des Torhüters hindurch ins Tor der Hausherren fand. 7:1. Aufholjagd? Die Wende? Das Wunder von Lohn? Nein... einfach Nein. 8:1. Das Spiel ging weiter seinen bisherigen Weg. Tor um Tor für Lohn. 9:1. Schöne Kombinationen, wunderbare Pässe, unhaltbare Laser-Schüsse ins gegnerische Netz und sehr erschöpfte Berner. 10:1 (Mhmhh, Bier), 11:1, 12:1... Einstein erklärte einst die Relativitätstheorie so: Eine Stunde mit einer schönen Frau vergeht wie fünf Minuten. 13:1. Fünf Minuten auf einem heissen Ofen vergehen wie eine Stunde. Und so verbrachten 6 Feldspieler in Blau 40 Minuten mit einer schönen Frau und 6 Berner und der Torhüter der Lohner sassen auf dem Ofen. 14:1. Warum auch der Torhüter der Lohner Mannschaft? Nun ja, in 40 Minuten gefühlte 2 Schüsse und davon ein Gegentreffer sind weder gut für die persönliche Statistik, noch ist die Partie sehr unterhaltsam. 15:1. Wären Stift und Papier zur Hand gewesen hätte der Matchbericht der Runde bereits vom Lohner Goalie in der zweiten Halbzeit geschrieben werden können.Trotzdem gilt der Respekt den Bernern für ihren aufopfernden Einsatz. Hut ab! Ach ja: 16:1, 17:1, 18:1. Fertig. Danke auch nach Bern-West!

Zum Abschluss: Danke den Helfern der Heimrunde, dem Ersatzjuniorentrainer, unserer Bank- und Wechseldame sowie natürlich der Unterstützung der Zuschauer. Diese 4 Punkte sind für euch! Remember, remember... the 5th of November!

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