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Matchbericht Damen: 7. Runde Wohlen bei Bern

"Grippe-Epidemie hat die Schweiz erfasst" titelte eine kostenlose Pendlerzeitung in den Tagen vor dem siebten Spieltag in Wohlen bei Bern. Leider mussten auch die Lohnerinnen angeschlagen anreisen und mit zwei krankheitsbedingten Absagen in den Spieltag starten. Dies führte kurz vor Spielbeginn zu Umstellungen im Team.
In Wohlen bei Bern wurden sie von den Damen des UHC Biel-Seeland und jenen des TSV Unihockey Deitingen erwartet. Mit beiden Teams hatten sie noch eine Rechnung offen, die es an jenem sonnigen Sonntag Nachmittag zu begleichen galt.

UHC Biel-Seeland II vs. Unihockey Lohn 2:3 (0:3)

"Revanche" lautete das Stichwort dieser Begegnung. Zwar hatten die Damen von Unihockey Lohn in der Hinrunde vor heimischen Publikum den ersten Punkt der Saison erzielen können, doch es war allen bewusst, dass bereits damals, zu Anfangszeiten des Teams, mehr drin gelegen hätte. Zudem waren die Damen aus Biel auf der Tabelle gleich hinter den Lohnerinnen platziert und das sollte sich schliesslich auch nicht ändern. Ziel für diese Begegnung war es also, die Bielerinnen mit hängenden Köpfen nach Hause zu schicken.
Der Match begann zu Gunsten der Lohner Damen. Sie dominierten die ersten Minuten klar und zeigten den Bielerinnen deutlich, wo Bartli den Most holt. Schön zu sehen war es auch, wie sehr sich die Damen seit der letzten Runde entwickelt hatten. Sie spielten die erste Halbzeit konstant gut und übten auf die Bielerinnen einigen Druck aus - so sehr, dass es ihnen gelang, drei unglaubliche Tore zu schiessen. Ein wunderschöner Assist in die Mitte und dann TOR. Drei Tore, die auf mehr hoffen liessen und den Damen in der Pausenbesprechung doch sichtlich ein Lächeln auf die Lippen zauberten.

In der zweiten Halbzeit zeigte sich, dass auch die Bielerinnen in der Vergangenheit dazu gelernt hatten. Sie kämpften hart und packten die Chance beim Schopf, als sie sich hinter dem Tor der Lohner Damen befanden. Auch ihre zweite Möglichkeit aufzurücken, nutzten sie gekonnt, indem sie eine sehr gefährliche Standardsituation verwerteten.
Doch die aus dem Solothurnischen angereiste Mannschaft liess sich nicht unterkriegen und nachdem die Coaches ein Time-Out forderten und den Damen nochmals gehörig Dampf machten, versuchten sie in den letzten Minuten nochmals alles zu geben. Kurz vor Ende des Matchs erhielten sie aber eine Zwei-Minuten-Strafe. Die Publikumstribüne, die restlichen Damen auf der Bank - alle hielten sie den Atem an. Doch die Damen im Boxplay machten, bis der Pfiff kam, alles richtig und die Lohner Spielerinnen, die Coaches und alle mitgereisten Fans konnten aufatmen und feiern. Die Revanche ist geglückt.


Unihockey Lohn vs. TSV Unihockey Deitingen 5:9 (1:4)

Auch hier wollten die Lohnerinnen eine Revanche für die Schmach beim Heimspiel in der Hinrunde, wo eine 5:1-Niederlage verkraftet werden musste. Doch im Gegensatz zu den Bielerinnen waren die Deitingerinnen ein anderes Kaliber. Die Lohner Damen waren sich dieser Tatsache bewusst. Allerdings zeigte die Mannschaft bereits gegen andere grosse Teams der Gruppe (2:3-Niederlage gegen UHC Seedorf BE, 5:7-Niederlage gegen UC Moutier), dass sie durchaus mithalten können.

Die Coaches Breu und Kaiser bereiteten das Team im Vorfeld gezielt auf die Wichtigkeit der Verteidigung vor, damit Direktschüsse aufs Tor - eine Spezialität der Deitinger Damen - möglichst verhindert werden konnten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten zeigten die Lohnerinnen, dass sie durchaus Chancen hatten. Sie kämpften, sie gaben alles. Doch ab und an traf ein Schuss das Tor. Man sah deutlich, dass sich auch der TSV Unihockey Deitingen seit dem letzten Spiel weiter entwickelt hatte. Gewisse Spielzüge der Gegnerinnen waren schwierig zu durchschauen und führten dazu, dass die Angreiferin freie Bahn hatte. So trafen die Gegnerinnen immer wieder. Doch die Lohnerinnen liessen den Kopf nicht hängen. Sie bissen sich weiter durch und konnten ihrerseits Chancen verwerten. Und im Gegensatz zu den Deitingerinnen waren es nicht Einzelaktionen, die zu Toren führten, sondern schön herausgespielte Treffer - ein Zeugnis für den Teamgeist der Lohnerinnen, die sich füreinander einsetzten und bis zum Ende der ersten Halbzeit kämpften.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Tor, das die Lohner Seite doch etwas überrumpelt hatte. Doch noch war das Spiel nicht verloren, noch hatten sie zwanzig Minuten Zeit, dieses zu drehen. Die zweite Halbzeit verlief wesentlich besser. Zwischenzeitlich waren es die Lohnerinnen, die das Spiel kontrollierten, die Druck ausübten. Und da war es, das Hochgefühl, dass dieses Team alles schaffen kann. Gemeinsam standen sie auf dem Platz, gemeinsam kämpften sie bis zur letzten Minute. Doch den Deitingerinnen, die zwischenzeitlich verzweifelt ob der Lage schienen, gelang es, ihre Schussqualität auf dem Level der ersten Halbzeit zu halten. Sie waren gut - leider zu gut für die Lohnerinnen, die sich mit einem 5:9-Ergebnis zufrieden geben mussten.

Mit zwei Punkten fuhr die Damenmannschaft des Unihockey Lohn wieder nach Hause. Dieser Spieltag zeigte eine enorme Entwicklung der Damen in den vergangenen Monaten. Manchmal geht es nicht ums Gewinnen oder Verlieren. Der siebte Spieltag und das anschliessende Glücksgefühl in der Kabine trotz Niederlage hat gezeigt, wie wichtig es ist, gemeinsam zu gewinnen und gemeinsam zu verlieren.

An dieser Stelle bedankt sich das Team ausserdem für die unglaubliche Unterstützung am Spieltag durch den Verein. Es ist schön, so angefeuert zu werden.

  

 

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