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Matchbericht Damen: Letzte (9.) Runde Deitingen

Matchbericht der Damen vom 10. April 2016

Den letzten Spieltag der Saison startete die Damenmannschaft des Unihockey Lohn mit einem ausgiebigen Essen. Spaghetti à la Breu gab es zur Stärkung der Nerven beim gleichnamigen Trainer/Goalie-Duo. Die Energietanks wurden mit der kohlenhydratreichen Nahrung für die am Nachmittag stattfindenden Spiele gut gefüllt, denn zwei Begegnungen standen auf der Tagesordnung, die unterschiedlicher kaum sein konnten.

Zum letzten Mal in der Meisterschaft 2015/16 traten die Lohnerinnen auf den Platz, um gemeinsam Unihockey zu spielen. Es sollte ein gelungener Abschluss einer ersten Saison dieser noch jungen Mannschaft sein. Doch in Deitingen, das sich nur wenige Kilometer von Lohn-Ammannsegg befindet und für einige Damen auch sportliche Ursprungsstätte ist, war dem Team rund um Captain Heid das Glück nicht vergönnt.

Von David gegen Goliath und der begrabenen Torhüterin

Unihockey Lohn vs. UHC Burgdorf II 0:11 (0:7)

Schon fast ein Heimspiel war diese Runde in Deitingen für die Lohnerinnen. Eine Menge Fans waren angereist, um die Damen zu unterstützen. So revanchierten sich u.a. die Herren für den weiblichen Support in der Woche zuvor und auch viele Familienangehörige und Freunde des Teams waren vor Ort. Auffällig war auch die Tochter einer Mitspielerin des Teams, die mit einem Fanshirt auflief und so einen nicht zu unterschätzenden Bekanntheitsgrad im Verein erreichte. Aber auch Burgdorf war nicht allein nach Deitingen gereist, waren sie doch am Morgen des Spieltages Gruppenführende. Ihr erklärtes Ziel war der Aufstieg. Doch noch war nicht aller Tage Abend, noch wollten die Lohner Damen den Burgdorferinnen die Stirn bieten und deren Nerven strapazieren. Allerdings unterlag UC Moutier, Tabellenzweite, an diesem Tag dem TSV Unihockey Deitingen und so kam es, dass bereits vor der Begegnung mit dem UHC Burgdorf der Aufstieg der Tabellenführenden feststand. Die Suppe Burgdorfs zu versalzen war nicht mehr möglich, aber den roten Teppich für den letzten Sieg auszubreiten kam für Lohn natürlich auch nicht infrage. Die motivierten Damen wollten zeigen, dass sie nach der letzten Begegnung dazu gelernt hatten und den Vorteil um das Bewusstsein ob der Stärken der Burgdorferinnen, also dem Kreuzen, nutzen konnten. Relativ kurze Zeit nach Anpfiff kam es aber bereits zu den ersten Toren auf Kosten der Lohnerinnen. Obwohl sie sich gute Chancen erarbeiteten, kam es in der ersten Halbzeit leider nicht zu einem Anschlusstreffer. Die Lohnerinnen, deren Schwäche sich in den vergangenen Monaten vor allem bei den nur wenig vorhandenen Treffern aufs Tor abzeichnete, konnten diesen Fluch nicht brechen. Nach einer Umstellung in den Blöcken und der Halbzeitpause waren sie aber gewillt, das 0:7 nicht so stehen zu lassen und das Resultat zu korrigieren. Sie gaben alles. Die Dominanz der Burgdorferinnen, wahrscheinlich auch ihrer Freude über den Aufstieg geschuldet, zog sich aber auch in die zweite Halbzeit und die Lohnerinnen gaben sich alle Mühe, zumindest einen Treffer zu erzielen. Die unfreiwillige Showeinlage der Lohner Torhüterin, sie wurde vom eigenen Tor begraben, verdeutlichte noch einmal die gegnerische Überlegenheit. Trotz guten Chancen und der famosen Unterstützung der Fans mussten die Damen aus Lohn die erste zu-Null-Niederlage ihrer ersten Saison einfahren und sich mit einem 0:11 geschlagen geben. Goliath hat David besiegt. Burgdorf war nicht zu schlagen und sie zeigten, wie sie sich den Aufstieg erarbeitet hatten. Gratulation an dieser Stelle.

Von Stärken, Schwächen und Emotionen

Unihockey Lohn vs. UHC W.W. Schüpfen-Busswil II 2:5 (1:1)

Der zweite, viel wichtigere Match für die Lohnerinnen an diesem sonnigen Sonntagnachmittag ereignete sich gegen die Damen aus Schüpfen-Busswil. Ziel war es, die zwei Punkte nach Hause zu holen, da sich die Schüpfen-Busswilerinnen in der Tabelle nur einen Platz hinter Unihockey Lohn mit nur einem Punkt Abstand reihten.

Nach dem Anpfiff erfolgte der erste Angriff der Schüpfen-Busswilerinnen... TOR! Ungläubigkeit und Schock machten sich bei den Damen aus Lohn breit. Doch die Nerven hielten, die Lohnerinnen erarbeiteten sich einige gute Chancen und übten vermehrt Druck aus. Sie dominierten mehr und mehr das Spiel, griffen immer wieder an. Das Tor wollte aber vorerst noch nicht fallen und Lohn geriet zusehends selbst unter Druck. Glücklicherweise konnten sie aber nach einigen Minuten des Wartens auf Zuschauerseite doch noch den Anschlusstreffer erzielen.
In der Halbzeitpause besprachen die Trainer das weitere Vorgehen. Nach der letzten Runde in Burgdorf, wo eine 4:2-Führung noch verloren wurde, war allen klar, dass der Match erst nach vierzig Minuten entschieden ist. Dementsprechend fiel auch die Besprechung aus. Die Lohnerinnen wurden motiviert, nach wie vor alles zu geben und das Tor treffen zu wollen. Mit neuem Elan und der Überzeugung, die stärkere Mannschaft an diesem Tag zu sein, starteten die Damen in die zweite Halbzeit.

Nach wie vor dominierten die Blues den Match. Aber die erneute Führung der Schüpfen-Busswilerinnen liess das Lohner Team wieder einmal dem ausgleichenden Tor hinterherjagen. Die mentale Konstitution der Lohner Frauen glich zeitweise einem Scherbenhaufen. Besonders die technischen Störungen der Stoppuhr und die Verletzung einer Mitspielerin schienen zu grossen Einfluss auf die Emotionen der Spielerinnen zu haben. Innerhalb kürzester Zeit wurden sie von einem eigentlich schwächeren Schüpfen-Busswil demontiert. Ein letzter Hoffnungsschimmer keimte auf, als die Damen aus Lohn verkürzten, doch es war bereits zu spät und sie mussten sich mit einem 2:5 aus der Saison verabschieden.

Enttäuscht und enttäuschend? Keineswegs.

Gedanken zur Saison 2015/16

Das letzte Spiel der Saison verloren, die erste zu-Null-Niederlage und eine verletzte Spielerin - von einem enttäuschenden Spieltag und einem misslungenen Auftakt in ein hoffentlich noch langes Bestehen der Damenmannschaft zu sprechen, greift aber zu kurz, denn mit dem letzten Spieltag sind die Lohner Damen im Verein angekommen. Zahlreiche Fans, Freunde, Familienmitglieder und Spieler aus den anderen Teams sind angereist, um zu unterstützen, zu jubeln, sich zu enervieren, mitzufühlen und Freud und Leid zu teilen. Die Aufnahme in den Verein ist der Herzlichkeit und der Freude von diversen Mitgliedern zu verdanken. Das Team, obwohl in Bestehen und Alter noch jung, hat auch in Situationen des Leids zusammengehalten und ist unabhängig von Sieg oder Niederlage immer gemeinsam vom Platz gegangen. Bestärkende Worte hat so manches Ohr erfahren, sowohl von den Mitspielerinnen als auch von anderen Mitgliedern des Vereins. Und bei einem Sieg, bei guten Pässen, bei gehaltenen Bällen, bei Niederlagen, kritisierbaren Schiedsrichterentscheiden, bei Verletzungen und diversen anderen Momenten wurden die Lohnerinnen angefeuert, bejubelt und immer herzlich empfangen. Weder waren Saison noch Mannschaft enttäuschend, noch sind die Lohner Damen enttäuscht über den Verlauf des letzten Spieltages. Schwächen wurden erkannt, Stärken verdeutlicht. Viel mehr wird aus solchen Momenten der Leidenschaft Energie geschöpft, um mit neuem Elan und Optimismus in die zweite Saison zu starten.

Wir danken allen, die uns unterstützten, die mit uns jubelten, unseren Frust teilten, sich über Gelungenes freuten und mit uns litten. Wir danken für die vergangenen Monate voller Leidenschaft für den Sport und die herzliche Aufnahme in den Verein. Wir sind noch nicht da, wo wir sein könnten, haben unser Potential noch nicht ausgeschöpft, aber wir sind im Verein angekommen. L.A. Go!

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