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Spielbericht Damen: 1. Runde Deitingen

Von einer Treppe im Sommertraining

Die erste Runde der Damenmannschaft des Unihockey Lohn fand dort statt, wo die Saison 15/16 aufgehört hatte: in der Zweienhalle in Deitingen. Jener Ort, wo das letzte Spiel darüber entschied, auf welchem Tabellenplatz die Lohnerinnen ihre erste Saison seit Bestehen beenden sollte. Mit einiger Enttäuschung mussten sie sich dem UHC W.W. Schüpfen-Busswil geschlagen geben und landeten damit auf dem zweitletzten Platz. Dennoch war das Fazit der Saison nicht enttäuschend. Die Spielerinnen formierten sich aus einer Gruppe individueller Charaktere innerhalb eines Jahres zu einem Team und die Mannschaft war im Verein angekommen.

Ein Cupspiel sowie ein ausgiebiges, sehr strenges und trotzdem lustiges Sommertraining folgten. Gemeinsam mit der 1. Herrenmannschaft des Vereins bestritten sie dieses. Der gegenseitige Ansporn förderte nicht nur den Teamgeist und die Vereinsgemeinschaft, sondern auch die physische Verfassung einer jeden Spielerin. Die sagenumwobene Treppe, von der Friedhofstrasse hoch zur Bergackerstrasse gelegen, erschien in den ersten Trainings für manche noch als Mount Everest – unüberwindbar, tödlich. Nicht nur physisch wurden die Damen damit gefordert, teils sogar an ihre Grenzen gebracht. Mental mussten sich einige überwinden – die Gefahr eines Absturzes war immer präsent. Mit jedem absolvierten Training verringerte sich der einst höchste Berg der Welt zum Hausberg Solothurns. Die Möglichkeit, die Treppe zu bewältigen wurde immer erreichbarer und Ende Sommer waren die meisten soweit und damit bereit, physisch und mental gestärkt in eine neue Saison zu starten.

UHC Biel-Seeland II vs. Unihockey Lohn 1:2 (0:1)

Das erste Spiel bestritt die Damenmannschaft des Unihockey Lohn gegen die Tabellenletzten der vergangenen Saison. Das Ziel war klar: ein Sieg gegen den UHC Biel-Seeland II musste her. Der neue Captain der Damen, Fabienne Albisser, führte mit Sisu auch einen neuen Weggefährten ein. Sisu, dessen Name ein kulturell motiviertes Konzept Finnlands darstellt, ist nicht nur Maskottchen der Mannschaft, sondern auch deren Sorgenfresser und somit mentaler Headcoach. Eine wichtige Unterstützung für die kommende Saison.

Die Damen waren wach und bereit, als Siegerinnen vom Platz zu gehen. Von Beginn weg dominierte die Mannschaft, versuchte stets, aufs gegnerische Tor zu zielen. Doch das Problem, welches bereits in der vorherigen Saison eine wesentliche Rolle spielte, zeigte sich auch in diesem Spiel. Die Schüsse in Richtung Tor kamen zwar, die meisten verfehlten jedoch das Ziel. Die gegnerische Defensive hatte einiges zu tun und musste viele Angriffe der Lohnerinnen abwehren. Dass Lohn aber durchaus Tore schiessen konnte, zeigte sich dann doch noch in der ersten Halbzeit. Lohn ging also vor Spielpause mit 1:0 in Führung.

In der Pause wurden die Lohnerinnen von ihrem Co-Trainer Kaiser und dem zur Unterstützung mitgereisten Trainer der 1. Herrenmannschaft Langenegger für die erste Halbzeit gelobt und für den weiteren Einsatz motiviert. Die zweite Halbzeit startete und nach wenigen Minuten konnten die Bielerinnen den Ausgleich verwirklichen. Lohn stand zwar unter Druck, konnte aber weiterhin dominieren. So gelang ihnen schliesslich ein weiterer Führungstreffer. Mit einem 2:1 und somit den ersten beiden Punkten in der neuen Saison darf durchaus von einem gelungenen Saisonauftakt gesprochen werden.

Unihockey Lohn vs. TSV Unihockey Deitingen 2:5 (1:2)

Das zweite Spiel fand gegen die Heimmannschaft statt. Die Damen des TSV Unihockey Deitingen, in der Saison zuvor auf Rang vier platziert, war ein nicht zu unterschätzender Gegner. Die letzten beiden Matchs wurden aus Lohns Perspektive mit 1:5 und 5:9 jeweils verloren. Die Lohnerinnen wussten also, was auf sie zukommen würde. Doch es war nicht nur Ziel, die Suppe der Deitingerinnen gehörig zu versalzen, sondern, sofern alle Faktoren stimmig sein würden, vielleicht sogar den ein oder anderen Punkt mit nach Hause zu nehmen – denn: gewinnen will Lohn immer, ansonsten müsste nicht zu einem Spiel angetreten werden.

Die erste Halbzeit begann etwas schwach. Nach wenigen Minuten konnten die Gegnerinnen bereits den Führungstreffer erzielen. Damit waren Lohns Damen gefordert. Defensiv leisteten sie wie bereits im ersten Match hervorragende Arbeit. Sie unterstützten die Torhüterin nach Möglichkeiten und halfen einander aus. Deitingen hatte teilweise sichtlich Mühe und fand den Weg in die gegnerische Spielhälfte immer seltener. Lohn übte wesentlichen Druck aus, dominierte gar die erste Spielhälfte nach anfänglichen Schwierigkeiten. Doch die fehlenden Torschüsse zeigten einmal mehr Lohns Hauptproblem. Trotz Dominanz mussten die Lohnerinnen mit einem 1:2 in die Pause.

Die zweite Spielhälfte gestaltete sich etwas schwieriger. Die Deitingerinnen zogen aufgrund fehlender Konzentration mit 5:1 davon. Es kam in den letzten Minuten gar zu einem Torhüterwechsel. Lohn konnte dann noch auf 2:5 verkürzen, für weitere Tore fehlte aber die Zeit und das Spiel war mit dem Abpfiff verloren.

Fazit

Die symbolträchtige Treppe bildet den Weg, den die Damen zumindest in der kommenden Saison noch zu gehen hat. Einige Treppenstufen sind schon bezwungen, darunter die wichtigste: den Teamgeist, welcher sich gerade in diesen Spielen wieder gezeigt hat. Nach wie vor befinden sich Lohns Damen aber noch in ihren Anfängen. Stufe um Stufe gilt es zu nehmen, denn wie die Redewendung so schön besagt: „der Weg ist das Ziel“. Wie sich die Lohnerinnen durch den Sommer hinweg mittels Treppe physisch gestärkt haben, werden sie sich auch auf ihrem weiteren Weg im Unihockey verbessern. Mit jedem Spiel, jeder Begegnung, mit jedem Training und jeder Übung, mit Sisu und der Unterstützung des Vereins ist alles da, was nötig ist, um eine Verbesserung zu gewährleisten und erfolgreich zu sein. L.A. Go!!

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