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Matchbericht Damen: 5. Runde MHZ Lohn-Ammannsegg

An der Heimrunde will man gewinnen, noch mehr als sonst. Schliesslich sind Familienmitglieder, Freunde, Bekannte und zahlreiche weitere Fans zur Unterstützung vor Ort. Am vergangenen Sonntag war es für die Damenmannschaft des Unihockey Lohn so weit: Sie spielten gegen die Richenthal Cannibals und den TSV Unihockey Deitingen vor heimischen Publikum und waren motiviert, auch ein fünftes und sechstes Mal in Folge zu gewinnen.

Richenthal Cannibals vs. Unihockey Lohn 9:6 (3:5)

Mit den Cannibals trafen die Lohnerinnen wie so oft in dieser Saison auf eine für sie noch unbekannte Mannschaft. Aus den vergangenen Runden wusste man, dass diese durchaus gut spielen konnten, aber auch absolut im Bereich des Machbaren liegen würden. Schliesslich spielten sie gegen den TV Bözingen und den UHC Rüti Kings – gegen beide Teams konnte Lohn siegen – jeweils unentschieden.
Entsprechend dominant startete das Spiel aus Lohner Sicht. Kurz nach Anpfiff fiel für die Heimmannschaft bereits das erste Tor. Damit hatten die Cannibals nicht gerechnet. Sie waren sichtlich überrascht, als nach wenigen Minuten Lohn bereits mit vier Toren in Führung lag. Die Gegnerinnen, übrigens aus dem Kanton Luzern angereist, konnten sich aber noch während der ersten Halbzeit sammeln. Wenige Sekunden vor der Pause verkürzten sie auf 3:5 mit einem für Lohn etwas unglücklichen Tor.

Die zweite Halbzeit begann etwas ruhiger, doch die Cannibals wollten diesen Match unbedingt drehen. Ihr Spiel war weiterhin aggressiv und sie griffen nach wie vor auch hinter ihrem gegnerischen Tor an. Lohn konnte standhalten und baute seine Führung sogar noch aus.
Vielleicht waren es die nachlassende Konzentration und die mittlerweile fehlende Kondition bei solch einem hart umkämpften Spiel, vielleicht der eine oder andere Schnupfen, vielleicht aber auch der Übermut der letzten beiden Runden, an welchen jeweils vier Punkte nach Hause geholt werden konnten. Fakt ist, die Cannibals drehten doch tatsächlich noch das Spiel. In den letzten acht Minuten des Matchs donnerten sie gleich drei Mal hintereinander den Ball ins Netz. Die Lohner Damen waren geschockt, vollbrachten es nicht mehr, sich zu sammeln und mussten sich geschlagen geben. Die hängenden Köpfe und die glitzernden Augen verdeutlichten die Tatsache, dass dieses Spiel hätte gewonnen werden können.

TSV Unihockey Deitingen vs. Unihockey Lohn 2:1 (0:0)

Mit den Damen aus Deitingen hatten die Lohnerinnen noch eine Rechnung offen. In allen bisherigen Begegnungen unterlag Lohn. Bereits in der Saison zuvor – es war die erste Direktbegegnung der beiden Teams – traf Lohn vor heimischem Publikum auf die Deitingerinnen. Damals gewann der Gast mit 5:1. In der Rückrunde wurden die Lohner Damen mit 9:5 und im Hinspiel der aktuellen Saison mit 5:2 bezwungen.
Die beiden Teams begegneten sich absolut auf Augenhöhe. So war die erste Halbzeit v.a. durch viele Torchancen, die allerdings auf beiden Seiten nicht verwertet werden konnten, gekennzeichnet. Erwähnenswert sind hier v.a. die beiden Torhüterinnen, die meisterhaft hielten. Kurz vor Ende der ersten Hälfte hielt eine gegnerische Spielerin, wie bereits zuvor mehrere Male demonstriert, den Abstand zur Torhüterin bei deren Ballbesitz nicht ein. Diese reagierte rasch und warf der Deitingerin den Ball an die Brust. Es kam zu einer 2‘-Minuten-Strafe für Deitingen. Lohn konnte aber bis zum Pausenpfiff nur wenige Sekunden im Powerplay spielen. Die Unterbrechung von fünf Minuten war diesbezüglich eher hinderlich.

Die Lohnerinnen hatten danach etwas Mühe, die Überzahl wirklich auszunutzen und konnten die Situation nicht verwerten. Das Spiel verlief ähnlich der ersten Halbzeit, nur dass mit Richard #16 in der 30. Minute auch endlich ein Tor für Lohn fiel. Wenige Sekunden später kam es dann aber bereits zu einem Gegentor. Noch war nichts verloren und Lohn war weiterhin engagiert und motiviert, dieses Spiel zu gewinnen. Allerdings fiel drei Minuten vor Schluss ein weiteres Gegentor, welches als Folge ein Time-Out, gewünscht von Lohner Seite, hatte. Danach wurde bei eigenem Ballbesitz die Torhüterin durch eine weitere Feldspielerin ersetzt. Damit wollte man in den letzten Minuten Druck ausüben und möglicherweise noch mindestens ein Tor erzielen. Allerdings verteidigten die Deitingerinnen stark und die Lohnerinnen waren, wie insgesamt in diesem Spiel, zu wenig effizient. Sie mussten sich mit dem knappen Ergebnis von 1:2 wieder einmal dem ewigen Kontrahenten Deitingen geschlagen geben.

Fazit

Vielen herzlichen Dank an die zahlreichen Unterstützern, die vergangenen Sonntagmorgen in die MZH in Lohn-Ammannsegg angereist waren und mit den Lohner Damen jubelten und litten. Beide Spiele vor heimischem Publikum zu verlieren ist bitter, v.a. auch in Anbetracht der Tatsache, dass Siege im Bereich des Möglichen gelegen hätten.
Auch in diesen Spielen wurden die Schwächen der Lohnerinnen deutlich: Effizienz und Konstanz. An beidem kann gearbeitet werden und bereits in der nächsten Runde treffen die Damen wieder auf die Richenthal Cannibals. Dort haben sie die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Gegen Deitingen wird, je nach Gruppeneinteilung, erst in der kommenden Saison wieder gespielt. L.A. Go!!

Die nächsten Spiele:

22. Januar 2017 Turnhalle Liebrüti, Kaiseraugst
14.30 Uhr Unihockey Lohn vs. UHC Biel-Seeland II
17.15 Uhr Unihockey Lohn vs. Richenthal Cannibals

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