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Spielbericht Damen: 2. Runde Burgdorf

Kalt war es an diesem Sonntagnachmittag im beschaulichen Burgdorf, ein Städtchen, das sich selbst als „Tor zum Emmental“ versteht und insbesondere durch die schöne Altstadt zu beeindrucken weiss. Dort fand die zweite Runde der vierten Gruppe der 3. Kleinfeldliga der Damen statt. 

Unbekannte Gegnerinnen

Unihockey Ruswil vs. Unihockey Lohn 1:9 (1:4)

Eine unbekannte Mannschaft als Gegner zu haben, ist nie ganz einfach. An der ersten Runde konnte zwar etwas die Spielweise der Ruswilerinnen beobachtet werden und doch verwirrten sie mehr, als dass sie Aufschluss boten. So war man auf alles gefasst, insbesondere aber auf ein starkes Auftreten.
Wenige Sekunden nach Startpfiff startete Lohn mit Heid #4 und Kreis #10 bereits einen ersten Angriff aufs gegnerische Tor. Das Traumduo, die mit ihrer Spielweise an jenem kalten Okto-bertag immer mal wieder auffallen sollten, verfehlte das Tor nur knapp. Dieser Angriff rüttelte Ruswil kräftig auf. Nur Minuten später musste Lohn hinter dem gegnerischen Tor einen Ball-verlust verzeichnen und Ruswil zeigte einen Konter par excellence. 0:1 für die Gegner. Kurz darauf: 0:2. Nun sollte sich auch Lohn geistig auf dem Spielfeld einfinden. Egli #6 sah ihre Chance gekommen und eroberte einen Abpraller des eigenen Keepers, um einen Angriff zu starten. Doch die Torhüterin aus Ruswil war gut und wehrte ab. Lohn gab aber nicht so schnell auf. Egger #42 erhielt von Stuber #84 einen schönen Pass in den Lauf und schob den Ball galant ins Netz: Spielstand 1:2. Noch war nichts verloren. Dennoch verliessen die Lohne-rinnen die Kräfte. Ruswil spielte schnell, stark und nutzte gegebene Chancen gekonnt aus. Vor der Pause bauten die Gegnerinnen ihre Führung noch aus.
Die zweite Halbzeit begann wie die erste geendet hatte. Ruswil kam auf Touren und liessen sich von ihrem Vorhaben, die zwei Punkte nicht mehr abgeben zu wollen, kaum mehr abbrin-gen. Ihre Tore fielen aus jeder erdenklichen Ecke, auf jede erdenkliche Spielweise. Sie waren an diesem Tag einfach besser. So stand nach vierzig gespielten Minuten 1:9.

Runde 2 = Runde 1?

UHC Oekingen II vs. Unihockey Lohn 0:1 (6:4)

Im Gegensatz zum ersten Spiel handelte es sich bei diesen Kontrahentinnen um keine unbe-kannten Gesichter. Man wusste, wie gegen diese Damen aus dem sogenannten mittleren Wasseramt gespielt werden sollte. Und dennoch, einfach machten sie es den Lohnerinnen definitiv nicht.
Doch der Reihe nach: bereits in der zweiten Spielminute nach Anpfiff hatte Lohn eine erste gute Möglichkeit durch einen Freistoss, der allerdings nicht verwertet werden konnte. Nach zehn gespielten Minuten waren beide Teams noch ohne Tor, doch Lohn dominierte deutlich und konnte auf wesentlich mehr Chancen zurückblicken. Doch Chancen alleine genügen nicht, verwertet mussten die Torschüsse werden. Irgendwie wollte dies nicht gelingen und tatsächlich, wenige Minuten vor dem Pausenpfiff, verlor Lohn vor eigenem Tor den Ball und Oekingen sah die Chance gekommen: Tor für Oekingen. Auf den Tribünen der Burgdorfer Schützenmatthalle wurde seitens der Lohner Fans geflucht; sowas hätte nicht passieren dür-fen.
Die Pause bietet in solch einer Situation zwei Möglichkeiten: Kopf hängen lassen oder Kopf aufrichten. Die Mannschaft entschied sich für die letztere Variante und ging erhobenen Haup-tes zurück auf den Platz, denn es war noch nichts verloren, dieses Spiel wollte man noch nicht aufgeben. Motiviert durch die lautstarke und noch nie in diesen Ausmassen dagewesene Unterstützung der Lohner Fans wollten die Lohnerinnen nicht mehr nur Chance um Chance vergeben. „STor isch gnueg usgmässe worde, jetzt sötts Träffer rägne“, haben sich die Loh-nerinnen gedacht. Gesagt – getan: bereits in der ersten Minute kam es zum wichtigen und entscheidenden Ausgleichstreffer der blauen Damen. Kreis #10 gab den Pass aus der Ecke auf Heid #4, die dann souverän den Ball nur noch ins Tor schieben konnte. Sekunden später gelang Lohn mit Egli #6 die Führung. Und nur Augenblicke danach wieder das eingespielte und passgenaue Duo Kreis/Heid, die ihren Drive gefunden hatten. Weiterhin wurde das Spiel von Lohn dominiert. In der 28. Minute zeigte sich Küken Wyler #13 wieder einmal von ihrer kaltblütigen Spielart. Eiskalt nutzte sie einen Abpraller der Oekinger Torhüterin und traf das Tor. Nach zehn starken Minuten in der zweiten Halbzeit kam es wie so oft zu Lohns schwa-chen Minuten. Durch einen Fehlpass in die Mitte in der eigenen Hälfte und einer Oekingerin, die dummerweise den Ball erwischen konnte, kam es zum 2:4 aus Oekinger Sicht. Doch Lohn liess sich nicht verunsichern, solche Dinge geschehen, man wollte den Sieg sicher nicht mehr hergeben. Drei Minuten vor Spielende zog Kreis der Bande entlang und der Ball landete treffsicher im langen Eck. Doch auch Oekingen hat den Kampfgeist noch nicht verloren und schoss das dritte Tor. Nur Sekunden später doppeln die Oekingerinnen nach. Der Wille war geweckt, in den letzten Sekunden das Spiel zu drehen und so zog Oekingen die Torhüterin. Sekunden vor Schluss konnte Heid aber den Ball ins leere Tor der Gegnerinnen befördern. Abpfiff – gewonnen!

Fazit

Die zweite Runde in Burgdorf verlief ähnlich der ersten in Ruswil: das erste Spiel verloren, das zweite gewonnen. Daran will Lohn natürlich nicht festhalten, denn vier Punkte wollen im-mer nach Hause gebracht werden. Die Ähnlichkeit der beiden Runden will mit einem Zitat des letzten Spielberichts markiert werden: „gemeinsam zu gewinnen ist einfach, gemeinsam zu verlieren will gelernt sein – und das haben sie, die Lohner Damen, die so manch ein Spiel ver-lieren mussten, um gemeinsam als Team vom Feld gehen zu können, sich zu sammeln und erhobenen Hauptes das zweite Spiel zu gewinnen. Darauf können alle Stolz sein.“ Und stolz dürfen die Lohnerinnen sein. L.A. Go!!

Im Namen der ganzen Mannschaft will an dieser Stelle insbesondere den zahlreich angereis-ten Fans gedankt werden. Eine solche Unterstützung von den Rängen ist motivierend und bereitet unglaubliche Spielfreude. Besten Dank für diese lautstarke Unterstützung!

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